SALK - Gleich ist nicht gleich!
Kollegen, die sich vor ca. zehn Jahren entschieden haben, eine Ausbildung im Salzburger Landeskrankenhaus zu beginnen und nicht "rechtzeitig" vor Mai 2011 zum Oberarzt aufgestiegen sind, werden nun offensichtlich zum Systemerhalter degradiert.
Bisher war es üblich, dass man nach ein bis drei Jahren Facharzttätigkeit "automatisch" diesen Titel mit den entsprechenden Benefits erhält.
Das neue Konzept der SALK legt fest, dass nur mehr wissenschaftlich tätige Kollegen einen Oberarzt-Titel erlangen können.
Obwohl das Tätigkeitsprofil und die Verantwortung eines Facharztes praktisch dem eines Oberarztes entspricht, entgehen jenem nun die nächste Stufe der Karriereleiter und auch der finanzielle Bonus.
Diese so genannten „staff physicians" sollen aber laut Planung die Hauptlast der Routinearbeit tragen!
Es ist zu befürchten, dass sich viele Fachärzte unter diesen Bedingungen andere Alternativen suchen und somit, wie in den letzten Monaten bereits erfolgt, weitere gut ausgebildete Kollegen die SALK verlassen.
Wünschenswert ist es, dass in einem Zentrumskrankenhaus mit Versorgungsauftrag auch diejenigen geschätzt werden, welche praktisch-medizinisch tätig sind.
Dr. Sabine Kalteis s.kalteis(at)gmail.com



