Themenführerschaft wieder übernehmen
Nach 5-Jähriger Tätigkeit als Neueinsteigerin in der Ärztekammer sind mir folgende Punkte aufgefallen, um die ich mich künftig annehmen möchte:
- Alleinige Reaktion auf drohende Veränderung ist zu wenig. Dadurch wird die Ärzteschaft zu oft in die Position der Verhinderer und Nein-Sager gedrängt.
- Aktives Mitgestalten erfordert Mut und Willen zur Veränderung und gleichzeitig Konsequenz in der Umsetzung. Reine Willensäußerungen sind zu wenig.
- Wer nicht handelt wird behandelt, wer sich nicht selbst vernetzt, wird von der Politik zwangsvernetzt (siehe Vorschlag Mag. Burgstaller Fachärztezentrum in die Krankenhäuser zu verlagern).
- Die Inhomogenität der Ärzteschaft muss einen besseren Niederschlag in der Kammer finden! Nur gewisse Klientele zu bedienen hat zu einem Kultur-und Moralverfall in Politik und Wirtschaft mit Auswüchsen im Lobbyismus geführt, vor dem wir uns schützen sollten.
- Das Selbstwertgefühl der Ärzteschaft wird zunehmend zu unrecht geschwächt. Aus innerem Zusammenhalt in der Gruppe und der nachgewiesenermaßen hohen Patientenzufriedenheit aufgrund der fachlichen und menschlichen Kompetenz der österreichischen Ärzteschaft können wir Kraft für die zukünftigen Herausforderungen schöpfen.
- Die Fakten sind klar und weltweit gleich: ein solidarisches Gesundheitssystem kann kein gewinnbringender Betrieb, sehr wohl aber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein Baustein für soziale Zufriedenheit sein. Es ist keine Schande, zielführende Anpassungen aus anderen Ländern so rasch wie möglich zu übernehmen, um unser bewährtes System auch nachkommenden Generationen zu sichern
Schreiben sie mir ihre Vorstellungen und Ideen.
mitdenken, mitreden, mitgestalten kardiologie(at)sbg.at




